Gesndernet.de

Ringelröteln bei Kindern und Erwachsenen

Ringelröteln gehören zu den häufigsten Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen und gelten als ungefährliche Infektionskrankheit. Ringelröteln werden durch Parvoviren Erreger verursacht und sind gut zu behandeln. Wir informieren Eltern, Betroffene und Einrichtungen über die Infektion:

In Kindergärten oder in Schulen kann es zu Ringelröteln Epidemien kommen. Die Infektion ist an einem charakteristischen Hautausschlag auf Wangen und Nase in Form eines Schmetterlings zu erkennen.

Ringelröteln

 

Die Krankheit betrifft vorwiegend Kinder zwischen 5 und 15 Jahren, aber auch andere Altersgruppen können sich anstecken. Eltern kleinerer Kinder und Personen, die mit Kindern arbeiten, tragen ein besonders großes Risiko, an Ringelröteln zu erkranken. Wer einmal an Ringelröteln erkrankt ist, besitzt lebenslangen Schutz gegen die Krankheit.

Ringelröteln beim Kind
Ringelröteln beim Kind | Lizenz: gemeinfrei via wikipedia.org

Elternratgeber:

Ringelröteln – die wichtigsten Symptome:

Ringelröteln Anzeichen richtig erkennen:

Erste Symptome einer Ringelröteln Infektion sind der rote und juckende Hautausschlag. Dieser tritt vorallem auf den Wangen im Gesicht auf. Der ausschlag kann aber auch auf dem ganzen Körper übergreifen. Der Ringförmig gemusterte Ausschlag gab der Infektion auch den Namen Ringelröteln. Weiterhin kann es zu Symptomen wie Fieber, Schmerzen der Glieder und Krankheitsgefühl kommen.

Diese äußeren Symptome treten nur bei  ca. 30% auf.

  • Ringelröteln erkennt man in der Anfangsphase der Infektion an grippeähnliche Symptomen und leichtem Fieber
  • Schüttelfrost und Kalte Stirn
  • der Hautausschlag tritt meist nach 1 Woche auf
  • Ausschlag beginnt meist im Gesicht und breitet sich schnell über den Körper aus
  • der Ringelröteln Ausschlag hält mehrere Wochen an, eine Ansteckungsgefahr für andere besteht aber nicht mehr.

weiterlesen: Alle Symptome der Ringelröteln

Ringelröteln Behandlung – so helfen Sie Ihrem Kind:

Nach der zuverlässigen Diagnose durch den Arzt kann bei der Ringelröteln Behandlung nichts spezifisch gegen den Virus unternommen werden. Die Erkrankung klingt mehr oder minder von alleine ab und hat die Immunisierung des Kindes zur Folge.

Da die Erkrankung aber bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Schwangeren Gefahren mit sich bringen kann, ist bei der Ringelröteln Behandlung die Isolation des Erkrankten von größter Wichtigkeit. Der Erkrankte ist besonders ansteckend zwischen dem 4. und 10. Tag der Infektion. Das kann bedeuten, dass der Patient schon vor Auftreten der ersten Symptome den Virus weitergibt. Daher sollte ein Kind mit Grippesymptomen im verbreiteten Infektionsalter von 5 bis 15 Jahren im Zweifel daheim behalten werden, selbst wenn noch kein typischer Hautausschlag zu verzeichnen ist.

Neben der Isolierung gilt es die Symptome zu lindern:  Ringelröteln Behandlung

Der auslösende Parvorvirus kann nicht behandelt werden, deshalb kommt es darauf an das Eltern die Symptome lindern.

  • leichtes Fieber mit Wadenwickeln behandeln, Bettruhe halten
  • bei hohem Fieber verschreibt Ihr Kinderarzt ein Medikament
  • den Ausschlag kühlen
  • bei grippeartigen Symptomen – Bettruhe halten und viel Trinken
  •  kein Kontakt mit Schwangeren.

Wie werden Ringelröteln übertragen?

Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder auch Sprechen übertragen.
Zwischen Ansteckung und Auftreten des Hautausschlages vergehen 4 bis 14 Tage (Inkubationszeit). Die Krankheit ist bereits etwa eine Woche vor Auftreten des Hautausschlages ansteckend. Sobald der Hautausschlag erscheint, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Ringelröteln sind nur wenig ansteckend. Alle paar Jahre treten aber bei Klein- und Schulkindern kleinere Epidemien auf.

Was sind die Anzeichen für Ringelröteln?

Die schmetterlingsförmige Hautrötung beginnt im Gesicht, auf Wangen und Nasenwurzel. Nach einem bis vier Tagen breitet sich der Ausschlag auf Arme, Beine und den gesamten Körper aus.

Ausgespart bleiben jedoch die Handinnenflächen und die Fußsohlen. Besonders stark betroffen sind die Streckseiten von Armen und Beinen.

Der Hautausschlag erscheint wie eine Girlande und kann in seiner Ausprägung stark schwanken. Er kann wenige Tage bis mehrere Wochen andauern. Bei körperlicher Belastung, Sonnenschein, Hitze und Stress kann er wiederholt auftreten. Manche Kinder verspüren einen starken Juckreiz, andere haben keine Beschwerden. Gelegentlich begleiten mildes Fieber, Gelenkschmerzen und geschwollene Lymphknoten die Krankheit, aber in der Regel verlaufen die Ringelröteln leicht. Nur 15 bis 20 Prozent aller infizierten Personen erkranken mit dem typischen Hautausschlag. Die übrigen Virusträger können jedoch ebenfalls die Krankheit auf andere übertragen. weiter: Symptome

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Ringelröteln lassen sich anhand des charakteristischen Hautausschlages meist unzweifelhaft erkennen. Sehr leichte Krankheitsverläufe werden allerdings häufig übersehen. Anhand einer Blutuntersuchung kann der Arzt herausfinden, ob das Kind Ringelröteln zum Zeitpunkt der Untersuchung oder eventuell schon früher hatte.

Wie werden Ringelröteln behandelt?

Eine medizinische Behandlung von Ringelröteln ist nicht immer erforderlich. Die Infektionskrankheit heilt von selbst aus, Sie können natürlich eine Behandlung durch Ihren Kinderarzt in Anspruch nehmen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Bei erkrankten Kindern sind kaum Komplikationen vorhanden.
Schwangere, die nie Ringelröteln hatten, sind gefährdet. Erkranken sie an dieser Infektionskrankheit, so kann in fünf bis zehn Prozent das Virus auch den Fötus infizieren, die Blutbildung beim Ungeborenen beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu einer Fehl- oder Totgeburt führen.

Eine mögliche Infektion lässt sich durch eine Blutuntersuchung feststellen.
Bei Kindern oder Erwachsenen, die an bestimmten Bluterkrankungen (Thalassämie oder Sichelzellanämie) leiden, kann es nach Ringelröteln zu einer raschen Verschlechterung der Blutarmut kommen.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

Gegen Ringelröteln gibt es keine Vorbeugung. Da diese Erkrankung schon vor Auftreten des Hautausschlages ansteckend ist und andererseits die Ansteckungsfähigkeit des betreffenden Virus gering ist, lässt sich nicht sagen, welches Kind eine andere Person anstecken könnte. Sicherheitshalber sollten Schwangere, die noch nie an Ringelröteln erkrankt waren, Kindergärten und Schulen meiden, wenn eine Epidemie auftritt.
Gesetzliche Bestimmungen Für die Erkrankung Ringelröteln gibt es derzeit keine gesetzlichen Bestimmungen.

weiterlesen: Ringelröteln Symptome

weiterführende Fachliche Informationen zu Ringelröteln finden Sie auf de.wikipedia.org/wiki/Ringelröteln